Vokabeln nicht im Kontext lernen! 

Neue Studien zeigen, dass Kontext nicht unbedingt hilft Vokabeln zu lernen. Wenn man die Bedeutung einer Vokabel aus dem Zusammenhang herleiten kann, dann wird sie im Gehirn deutlich schwächer vernetzt.

Beim Bilden von neuen Sätzen können diese Vokabeln dann deutlich schlechter abgerufen werden. Deshalb ist nach wie vor das gute, alte Lernen von einzelnen Vokabeln das Mittel der Wahl!

Aktuelle Studien

Aktuelle Studien zeigen, dass dies so nicht stimmt. Sehr informativer Kontext und damit eine gute Vernetzung kann das Lernen deutlich erschweren. Dies ist erstmal erstaunlich und schwer nachzuvollziehen.

Wenn man zum Beispiel den Satz nimmt: „Die Kinder spielen am Strand und baden im Meer.“ Wer diesen Satz liest, aber das Wort „Strand“ nicht kennt, dem erschließt sich die Bedeutung sehr schnell. Aber aus der Tatsache, dass sich das Wort nun erschließen lässt, kann man noch nicht ableiten, dass man es auch gelernt hat und in einem ganz anderen Zusammenhang wieder abrufen kann.

Wenn sich eine Vokabel zu leicht aus dem Kontext erschließen lässt, dann muss die Vokabel ja nicht gelernt werden. Aber auf diese Weise kann man nur Sätze verstehen, es fehlt die Fähigkeit die Vokabel abzurufen und in neue Zusammenhänge einzubauen.

Im März 2018 wurde eine niederländische Studie veröffentlicht  in der verschiedenen Gruppen von Studenten insgesamt 52 Vokabeln einer ihnen unbekannten Sprache beigebracht wurden. Eine Gruppe übte die Vokabeln mit Sätzen (Kontext), die andere nur die Wörter und ihre Bedeutung. Nach einer Woche wurde das Vokabelwissen der beiden Gruppen überprüft. Die Studenten, die ohne den Kontext gelernt hatten, kannten signifikant mehr Vokabeln.

Es überraschte auf den ersten Blick alle, dass sich der informative Kontext negativ auf die Behaltensleistung auswirkte. Aber auch schon frühere Studien wiesen darauf hin, dass sich Vokabeln, die sich leicht aus dem Kontext erschließen lassen, nicht ausreichend im Gehirn verarbeitet und vernetzt werden. Wenn sich die Vokabel leicht von selbst erschließt, muss sie nicht aus dem Gedächtnis abgerufen werden. Genau hier fehlt die Übung. Aber dieses Abrufen ist notwendig, wenn man eigene Sätze formulieren möchte.

Eine genauere Beschreibung für dieses Phänomen findet man in dem Blog „Wortschatz-Blog.de“.

 

Und Cramfire?

Wenn man sich also einen gefestigten Wortschatz aufbauen möchte, dann kommt man um das Lernen von einzelnen Wörtern und ihrer Bedeutung nicht herum.

Cramfire bietet das eine optimale Mischung. Auf der einen Seite werden die Vokabeln und Redewendungen nicht in einem großen Kontext gelernt und somit gut im Gehirn auch für die Abrufung verankert. Auf der anderen Seite werden die Vokabeln in einzelnen Karteikästen organisiert, die auch nicht gemischt werden. Dadurch lernt man immer die Vokabeln aus einem zusammenhängendem Fachgebiet.

Und genau so sind auch Schulbücher aufgebaut. Bei ihnen werden auch immer einzelne Sachgebiete „In der Schule“ , „Wegbeschreibungen“ oder „Ferien“ nacheinander vermittelt.

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